Antonini VÖ-Ankündigungen 2020

Veröffentlicht am 27/01/2020

Der Flötenvirtuose und Dirigent Giovanni Antonini gründete 1985 das italienische Ensemble Il Giardino Armonico, das in der Barockmusikszene schnell für Furore sorgte. Mittlerweile ist eine beeindruckende Diskographie entstanden.

Im Vorgriff auf den 300. Geburtstag von Joseph HAYDN im Jahr 2032 entsteht in Zusammenarbeit mit Alpha Classics und der Haydn-Stiftung in Basel eine Gesamtaufnahme der 107 Sinfonien. Das Projekt HAYDN2032 feiert einen der bedeutendsten, produktivsten und genialsten Komponisten der gesamten Musikgeschichte. Giovanni Antonini, der die Musik Haydns als "Kaleidoskop der menschlichen Gefühle" betrachtet, hat sich entschieden, die Sinfonien nicht chronologisch anzugehen, sondern sie als Themen zu gruppieren (z.B. "La passione", "Il filosofo", "Il distratto" etc.)

Die bislang erschienenen sieben Folgen wurden allesamt hoch gelobt und u.a. mit dem Gramophone Award, dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem ECHO Klassik, Diapasons d'Or, Choc Classica de l'Année ausgezeichnet. Im Jahr 2020 werden die Folgen 8 und 9 erscheinen:

Vol. 8: "La Roxolana" - mit den Sinfonien 28, 58 und 63 (genannt "La Roxolana"), die den Rumänischen Tänzen von Bartók gegenübergestellt werden, in einer explosiven und aufschlussreichen Interpretation von Il Giardino Armonico. (ALPHA 682, FEBRUAR)

Vol. 9: "L'Addio" - bestehend aus den Sinfonien 15, 35 und 45 (die bekannte "Abschieds"-Sinfonie) sowie der Arie "Berenice, che fai?" mit Sandrine Piau als Solistin. (ALPHA 684, NOVEMBER)

Im Rahmen der Serie HAYDN 2032 wird im Oktober 2020 als Erweiterung der Sinfonien auch ein weiteres Haydn-Meisterwerk veröffentlicht: Die Schöpfung, mit den Solisten Anna-Lucia Richter, Maximilian Schmitt und Florian Boesch, dem Chor des Bayerischen Rundfunks - und Il Giardino Armonico. (ALPHA 567, OKTOBER)

Giovanni Antonini wird 2020 auch einen Komponisten feiern, mit dessen Musik er sich einen Namen gemacht hat: Antonio VIVALDI. Seine Einspielungen der Vier Jahreszeiten und Cecilia Bartolis berühmtes Erstlingswerk sind zu festen Bezugspunkten in der Diskographie des Roten Priesters geworden! Im März 2020 wird es ein weiteres Feuerwerk dieser Sorte geben, mit zwei Vivaldi-programmen, auf die man sich schon jetzt freuen darf:

● In einem von ihm selbst konzipierten Programm, das zwischen 2011 und 2017 aufgenommen wurde, fungiert Antonini als Solist mit einer üppigen Auswahl der Concerti per Flauto: RV 433 ('La Tempesta di Mare'), dazu die Konzerte RV 441, 442 443, 444 und 445, und eine erstaunliche Version für das Chalumeau von 'Cum Dederit', ein Solo von Nisi Dominus RV 608. (ALPHA 364, MÄRZ)

● Ein weiterer Vivaldi-Ausflug ist das Ergebnis einer fruchtbaren Begegnung mit einer anderen Künstlerin, die dafür bekannt ist, Grenzen zu verschieben, die Geigerin Patricia Kopatchinskaja. Gemeinsam haben sie ein vorläufiges Programm mit dem Titel VI-WILD-I entworfen, das höchst virtuose Konzerte von Vivaldi, wie RV 208 ("Il Grosso Mogul"), 253 ("la Tempesta di Mare" in der Violinfassung), sowie die Konzerte RV 157, 191 und 550 kombiniert. Den Konzerten werden kurze Werke zeitgenössischer Komponisten - Luca Francesconi, Simone Movio, Giacinto Scelsi, Aureliano Cattaneo und Giovanni Sollima - gegenübergestellt, die größtenteils von Patricia Kopatchinskja speziell für dieses Programm in Auftrag gegeben wurden. (ALPHA 624, AUGUST)