Andrea Buccarella untersucht in dieser ersten Aufnahme die Geschichte der Toccata als DEM Sinnbild der Barockmusik - von ihrem Erscheinen in Italien Ende des 16. Jahrhunderts bis zu ihrer Apotheose in Johann Sebastian Bachs Toccata in d-Moll. Die italienische Toccata - deren Name wahrscheinlich vom Verb ‚toccare‘ (berühren/anfassen) abgeleitet ist - eröffnete mit ihrem Erfindergeist, ihrer formalen Freiheit, ihren kontrastreichen Effekten von Virtuosität und Emotion den Weg für den ‚stylus fantasticus‘, der Ende des 17. Jahrhunderts Deutschland dominieren sollte. Um jeder Periode ihren optimalen Klang zu verleihen, spielt Buccarella Kopien von vier verschiedenen Cembali - zwei italienischen, einem flämischen und einem deutschen -, die mit ihren Entstehungsdaten und Bauarten die wichtigsten Phasen des barocken Instrumentenbaus veranschaulichen.