Heinrich Bibers erstaunlich kraftvolle und tief emotionale Mysterien-Sonaten sind ein Triumph der barocken Erfindung. Christina Day Martinson von Boston Baroque liefert die erforderliche technische Höchstleistung und meistert die virtuosen Herausforderungen, die die teuflisch schwierige, wechselnde Skordatur mit sich bringt. Die Boston Classical Review bezeichnete ihre Live-Performance als "technisch komplex und musikalisch zauberhaft", während die Boston Globe schrieb: "Day Martinson… hat es nicht nur geschafft, sondern sie triumphierte:" Der abenteuerliche Einsatz von sechs barocken Violinen in fünfzehn verschiedenen Stimmungen erschafft außerirdische Klanglandschaften, die zu einem tief bewegenden und glorreichen Hörerlebnis führen. Diese äußerst verwirrende Übung erreicht ihren Höhepunkt in der Sonate XI ("Die Auferstehung"), wo die mittleren beiden Saiten sowohl im Wirbelkasten als auch hinter dem Steg übereinander gekreuzt werden, so dass man buchstäblich ein Kreuz auf der Geige sehen kann. Die fünfzehn Sonaten wurden traditionell in drei Gruppen zu je fünf Sätzen zusammengefasst: fünf fröhliche Geheimnisse, fünf traurige Geheimnisse und fünf glorreiche Geheimnisse. Der Gründer von Boston Barock, Martin Pearlman, spielt Orgel und Cembalo, Michael Leopold spielt Theorbe und Gitarre und Michael Unterman ist als Cellist zu hören.