Ondřej Adámek, der als wissbegierig und aufgeschlossen gilt und sich von anderen Kulturen faszinieren lässt, verleibt jeden Schöngeist ein, dessen Weg er kreuzt. Seine Werke offenbaren all diese Einflüsse und versehen sie mit einer sehr individuellen Klangfarbe, die in Kombination mit einem kraftvollen rhythmischen Sinn und einer soliden und formalen Architektur eine äußerst persönliche Musik hervorbringt, die keineswegs frei von Dramaturgie ist. Adámek begibt sich auf die Suche nach speziellen Spieltechniken für klassische Instrumente und schafft neue, originelle Instrumente. Das Ensemble Orchestral Contemporain präsentiert uns hier unter der Leitung von Daniel Kawka ein eklektisches Panorama seiner Musik, von den ritualisierten, ja sogar mechanisierten Sinuositäten eines Wiegenlieds bis hin zum bizarren Mechanismus der merkwürdigen Musik-Maschinen, die er erfindet und vor das Orchester platziert, als wäre es das Natürlichste der Welt.