Eine Reise durch das Rom des 17. Jahrhunderts, die raue und prächtige Stadt, in der Caravaggio und Stradella lebten. Strenger Kontrapunkt und gelehrte Polyphonie in den Lauten- und Tastenwerken von Kapsberger, Pasquini und Frescobaldi vermischen sich mit leichten Tänzen und populären Gitarrenliedern. Improvisation ist das verbindende Element beider Klangwelten: die Hochkultur von Kirchenkapellen und Adelspalästen sowie die Überlieferung von Straßen und Tavernen. Die Entscheidungen in Bezug auf Instrumente und Interpretation beruht auf sorgfältiger Untersuchung der ursprünglichen Quellen. Das berühmte „Antidotum Tarantulæ“ und weitere frühe Beispiele der Tarantella, wie sie vom Jesuitenforscher Athanasius Kircher aufgeschrieben wurden, werden nach historisch informierter Praxis auf Dudelsäcken, Trommeln und Gitarren gespielt.
Während das „Bassifondi-Ensemble“ auf seinem ersten Album "Alfabeto Falso" das Bild der Barockgitarre und ihrer harmonischen Extravaganzen auffrischte, beleben sie bei "Roma 600" mit inspirierender und fantasievoller Improvisation die Musik Roms des 17. Jahrhunderts.
Die Sopranistin Emőke Barath und der Geiger Enrico Onofri sind die renommierten Gastkünstler, die „I Bassifondi“ in diesem neuen Abenteuer unterstützen.