Obwohl die ersten Geigenvirtuosen hauptsächlich aus Cremona, Brescia oder Mantua kamen, war es Venedig, das sich rasch als bedeutendstes Zentrum für die Entwicklung der Instrumentalmusik herausstellte. Venedig war auch die Stadt, wo das gesamte 17. Jahrhundert hindurch die meisten Sammlungen dieses Genres gedruckt wurden. Es ist merkwürdig, dass alle diese Virtuosen offensichtlich gerne ihren Erfolg mit ihren Kollegen teilten: Denn neben Werken für eine oder zwei Violinen und Continuo, schrieben fast alle, auf dieser CD versammelten Komponisten-Violinisten, Sonaten, Canzone oder Sinfonien, die für Ensembles von drei oder vier Violinen vorgesehen waren. Darüber hinaus finden sich in diesen Kompositionen oft doppelchörige oder auch Echo-Effekte. All das geschah im Zuge der Entdeckung der für die Barockzeit so charakteristischen Virtuosität. Diese Entwicklung führte zu vielen neuen Effekten, wie z.B. dem Doppelgriff oder der Toccata ähnelnden, virtuosen Läufen, mit denen die Instrumentalisten auf ihre Kunstfertigkeit aufmerksam machten.