Obwohl Jean-François Dandrieu (1682 – 1739) vor allem als Organist bekannt wurde, verdienen auch seine Triosonaten eine herausragende Stellung in der Kammermusik jener Zeit. Dandrieu beweist hier gleichzeitig eine erstaunliche Beherrschung des Stils und der Vielfalt. Tänze, die von Energie nur so strotzen, schelmischer und ungestümer Kontrapunkt zwischen den drei Stimmen, Sätze mit ausdrucksstarken italienischen Anmutungen, Artikulation, Phrasierung, Rhythmus, Sanftmut, Leidenschaft - in einem Wort: Leben! Er veröffentlichte sie im Alter von 23 Jahren unter dem Titel „Premier Œuvre“ 1705. „So alt waren waren wir auch, als wir diese Sonaten zum ersten Mal spielten", sagen die Mitglieder von Le Consort. „‚Opus 1‘ war daher ein logischer Titel für dieses Album". Die Triosonate entstand in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und Corelli, Meister des Genres, half, sie in ganz Europa zu verbreiten.  Dandrieus Triosonaten sind von Corellis Einfluss geprägt. Und wenn er eines seiner Cembalostücke "La Corelli" nennt, sieht er sich als Erbe des großen italienischen Meisters. 

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