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Was? Noch ein Messias? Warum denn das?
„Ich habe mir die verschiedenen existierenden Partituren angesehen und mich dann für die sehr interessante Version von 1754 mit fünf Solisten entschieden. Man muss sich das vorstellen: wenn Händel irgendwo ankam, um sein Oratorium aufzuführen, standen ihm jeweils Solisten in unterschiedlicher Anzahl und Qualität zur Verfügung. Also musste er die Partitur entsprechend angleichen. All das ist auch unmittelbar mit Händels Situation als Konzertpromoter verknüpft. 

Damals war es unabdingbar, die Werke auf die Bühne zu bekommen und dabei einen ordentlichen Profit zu machen, sonst konnte man nicht vom Musikmachen überleben. Die Vorstellung, ein Werk nicht verändern zu können, ohne es zu verfälschen oder zu verderben, ist eine moderne Sichtweise. 

Es muss wohl ein gutes Dutzend unterschiedlicher Versionen von MESSIAS geben, die ich hier nicht alle aufzählen will. Die Version von 1754 wird wegen der fünf Solisten selten gespielt. Sie verlangt nach zwei Sopranen, Alt, Tenor und Bass. Ich habe mich für eine opernhafte Interpretation entschieden, und mich dabei auf die dramatischen Ereignisse bezogen, die diesem Bericht vom Leben Jesu innewohnen.“ (Hervé Niquet)

Die vorliegende CD-Ausgabe enthält auch ein interessantes Portrait von Hervé Niquet, mit einem aufschlussreichen Interview über 30 Stichwörter – von ‚Tanz‘ bis ‚Nerven‘. Dieses Gespräch zeigt einen der atypischsten Dirigenten der gegenwärtigen Klassik-Szene in einem ganz neuen Licht.

3 fff Télérama award

„Noch ein Messias? Wenn so, dann ja bitte, sehr gerne!“
Crescendo, Dezember 2017
„Eine rundum gelungene Einspielung, die mit einem umfangreichen und sinnlich gestalteten Booklet noch abgerundet wird.“
MDR Kultur, 11.12.2017