Um 1670 in Venedig geboren, schenkte Antonio Caldara im Auftrag seines Dienstherren, dem zukünftigen Kaiser Karl VI., der Stadt Barcelona mit ‚Il più bel nome‘ im Jahr 1708 die erste Oper, die je in Katalonien zu hören gewesen war.
Um 1716 ließ Caldara sich in Wien nieder. Als er 1736 in der Wiener Kärnterstraße – wie Vivaldi fünf Jahre später - starb, hinterließ der Komponist mehr als 3000 Werke und war dennoch in einem Zustand der Not gewesen.
Die Gattung Oratorium, zunächst auf Latein gesungen und in frommen Bruderschaften aufgeführt, entstand im Zuge der Gegenreformation und wurde vor allem von den römischen Komponisten Carissimi und Landi vertreten.
Bei ‚La Maddalena‘ handelt es sich um ein Oratorium volgare, das heißt, es wird auf Italienisch gesungen. Die sechs Protagonisten von ‚La Maddalena‘ sind zwischen Erde und Himmel aufgeteilt. Sie sind Martha, Maria Magdalena und ein Pharisäer auf der einen Seite; Jesus, irdische Liebe und göttliche Liebe auf der anderen Seite. Sie teilen unter sich 33 Arien und Ensembles, wobei sich in einer Folge Rezitativ und Arie abwechseln.

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