Nur in den folgenden Ländern erhältlich: Europa und im Mittelmeerraum. Wir bedauern, dass eine Lieferung in andere Länder derzeit nicht möglich ist. Fehlerhafte Bestellungen werden nicht versendet.

Zwischen 1680 und 1728 trieb Marin Marais die ‚Pièce de Viole‘ auf die Spitze der Perfektion. Er war nicht nur “unermüdlicher” Lehrer, sondern auch Verleger seiner eigenen Musik und erfand Sonderzeichen, um bestimmte Ornamente für die Gambe zu notieren. Der italienische Gambist Vittorio Ghielmi studierte diese Manuskript-Codes im Rahmen seiner Forschung am Salzburger Mozarteum in den Handschriften von Marais selbst oder von seinen direkten Studenten. „Dies führte mich zu einer neuen Vision der französischen Barockmusik, die nicht nur für die Viola da Gamba, sondern auch für die Vokal- und Orchestermusik gilt. Diese Zeichen zeigen die Technik des Spielens in Aktion. Im Gegensatz zu den statischen Beschreibungen der damaligen Abhandlungen hat man den Eindruck, didaktische „Videos” zu sehen. Bei diesem Album, das ganz der Musik von Marais gewidmet ist, wechseln sich ‚Récits‘ für Sologambe mit Orchesterstücken ab, die alle im Licht der Entdeckung der „Codes” von Monsieur Marais neu interpretiert wurden. Neben den historischen Pariser Gamben besitzt Vittorio Ghielmi ein Instrument des berühmten Geigenbauers Michel Colichon (ein Freund von Marais’ Lehrer Sainte-Colombe), das 1688 in Paris hergestellt wurde. Nur zwei der fünf erhaltenen Gamben von Colichon sind noch in spielbarem Zustand.