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Zwei österreichische Totenmessen von unterschiedlichem Charakter 

Johann Joseph Fux schrieb sein Kaiser-Requiem 1720 für die Beerdigung von Eleonore Magdalene, Witwe des römischen Kaisers Leopold I. Fux präsentiert sich hier, seinem Ruf gerecht, als beeindruckender Meister der Theorie. Die polyphone Schreibweise wird mit konzertanten Einwürfen kombiniert, sodass auch die besondere instrumentale Struktur (Die Violinen werden von Kornett, Posaune und Fagott ergänzt) zum Tragen kommt. Dieses Requiem wurde bei vielen öffentlichen Anlässen gespielt, unter anderem auch 1740 bei der Beerdigung von Karl VI.

Über die Umstände zur Requiem-Komposition von Johann Caspar Kerll ist nichts bekannt. Das eher im alten Stil gehaltene Werk mit intimem Charakter ist für fünf Stimmen und Violen-Quartett geschrieben und macht den Einfluss von Kerlls römischen Lehrmeister, Giacomo Carissimi, unverkennbar. 

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