Marius Constant, der mit Debussys ‚Pelléas et Mélisande‘ vertraut war, veröffentlichte ‚Impressions de Pelléas‘, eine gekürzte Fassung (95 Minuten statt 150 Minuten) für sechs Sänger und zwei Pianisten. In einem intensiven Musikfluss schiebt er die fünf Akte mit großer Finesse ineinander, entfernt ein paar Szenen und macht eine ganze Reihe von Schnitten am musikalischen Material und ein paar minimale Anpassungen. Für die Bühnenbildgestaltung schlug er vor: ‚Wir sind in einem "Salon des frühen zwanzigsten Jahrhunderts‘. Dies spiegelt die Tatsache wider, dass Debussy während der Entstehung von Pelléas regelmäßig Fragmente davon für seinen Freundeskreis spielte.
In dieser Version werden sowohl Zuhörer als auch Interpreten unwillkürlich auf den Ursprung und die Essenz von Debussys Meisterwerk aufmerksam gemacht: eine "Musik der Seele", in der wir alle unsere eigene Mélisande, unseren Pelléas, Arkel, Geneviève, Yniold und Golaud erkennen können. Diese Kammerfassung der Oper wird ergänzt durch das ‚Prélude à l'après-midi d'un faune‘ in Debussys eigener Transkription für zwei Klaviere und die Suite ‚En blanc et noir‘. Die beiden verwendeten Klaviere sind die neuen parallel bespannten Instrumente, die Chris Maene auf Wunsch von Daniel Barenboim in Belgien gebaut hat.