Die argentinische Sopranistin María Cristina Kiehr hat ihr erstes Soloalbum der Musik der Renaissance gewidmet ist. Dank ihrer langen Erfahrung im polyphonen Repertoire des 16. Jahrhunderts (u.a. in La Colombina und mit dem Ensemble Daedelus) und der Tatsache, dass Kiehr ein fast ausschließlich spanisches Repertoire singt, gelingt ihr gemeinsam mit Ariel Abramovich (Laute, Vihuela) eine eindrucksvolle und sehr persönliche Wiederbelebung des Goldenen Zeitalters. 
Inspiriert durch die sieben zwischen 1536 und 1576 veröffentlichten Bücher, rekonstruiert „Imaginario“ ein fiktives und unbekanntes Buch mit Liedern für Vihuela, das in Valladolid oder Sevilla zwischen 1570 und 1580 erschienen sein könnte. Jedes der Lieder, die im Schatten der früheren Bücher entstanden, bezieht sich entweder in seiner Musik oder im Text auf ein anderes Lied aus diesen früheren Büchern. 
Jacob Heringman (Vihuela), mit dem Abramovich „Cifras imaginarias“ (Arcana A428) konzipierte und aufnahm, ist ebenfalls Teil dieses Projekts. Gemeinsam mit dem legendären britischen Tenor John Potter, (ehemaliges Mitglied des Hilliard Ensembles und ECM-Künstler) präsentiert er ein geheimnisvolles Stück für Tenor und Vihuela.
Dieses buchstäblich einzigartige Projekt, diese Phantasie, bringt das aufgenommene Repertoire der spanischen Renaissance einen Schritt weiter und wagt sich, mit einem Team von Forschern, das kaum zu übertreffen ist, in die Welt der musikalischen Fiktion, die auf einer Mischung aus Kreativität und Wissenschaft basiert und.