Es gibt bestimmte Arten von Musik, die unterstreichen und zu triumphieren scheinen, andere erwecken ein Gefühl von Distanz oder den Gedanken an eine Reise in ein fernes Land. Jérôme Combier gehört zu den Vagabunden. Seine Musik zieht den Hörer in eine tiefe, sehr spezielle Atmosphäre voller Geisterwesen, die der Fantasie Tür und Tor öffnen. Und ab und zu tauchen – wie aus dem Nichts – Schatten zwischen den realen Stimmen auf. Von Anfang an gibt es in Combiers Musik keine Bezügen zu Tonhöhen, keine Unterscheidung von Klängen, Atmen und Reibungen, die aus den Tiefen der Elektronik kommend an Regen, Sand oder das Wispern des Windes gemahnen. Combier nutzt die Elektronik, um die von den Instrumenten erzeugten Klänge auszuwaschen, Harmonien und Skalen aufzulösen und Klängen eine Maserung zu geben. Diese Werke hüllen den Hörer in ein faszinierendes transparentes Leuchten.