Die dreizehn Nocturnes von Gabriel Fauré sind mit ihrer Poesie, ihrer leidenschaftlichen und intimen Lyrik, ihrem raffinierten Stil, der Stück für Stück verborgene Tiefen offenbart, die bedeutendste Werkgruppe in seinem Werk für Klavier solo.

Sie sind über einen Zeitraum von 46 Jahren (zwischen 1875 und 1821) entstanden und zeugen von der bemerkenswerten stilistischen Entwicklung des Komponisten. Von einer romantischen Ausdrucksform zu einer Ästhetik, die sich ganz an der Moderne des 20. Jahrhunderts orientiert, hat Fauré seine musikalische Persönlichkeit wie ein Bildhauer geformt. Seine Nocturnes sind nicht alle gleich bedeutend, aber insgesamt bieten ihre Vielfalt und ihre Entwicklung ein perfektes Panorama seiner Kunst.

Éric Le Sage, einer der Hauptvertreter der französischen Klavierschule, dessen zahlreiche Aufnahmen für Alpha Classics die gesamte Kammermusik von Fauré umfassen, interpretiert hier das ihm am Herzen liegende Repertoire.