Eine Heuschrecke, ein Melkeimer, ein Schäfer, ein Fuchs, eine Landmaus, ein Flickschuster..... Dies sind nur einige der zahlreichen Charaktere aus den berühmten Fabeln, die Jacques Offenbach 1842 vertont hat, 150 Jahre nachdem sie von Jean de La Fontaine geschaffen wurden. Die anschaulichen Texte mit sprechenden Tieren boten eine allegorische und didaktische Anspielung auf den Hof und die Sitten der Zeit. Offenbach setzte sechs der 240 Fabeln von la Fontaine als Mélodies um. Hier präsentiert der Dirigent Jean-Pierre Haeck sie in seiner eigenen Orchestrierung mit dem Orchestre de l'Opéra de Rouen und der Mezzosopranistin Karine Deshayes, die sich in diesem Repertoire hörbar sehr zu Hause fühlt. Das ebenso geistreiche wie raffinierte Programm ergänzt Deshayes mit Arien aus Offenbachs Opéra-bouffe ‚Boule-de-neige‘, das Orchester spielt Auszüge aus dem Ballett ‚Le Papillon‘.