Alpha und das Festival von Aix-en-Provence setzen ihre Reihe ‚Young Talents‘ fort, in der den Preisträgern der Académie des Aix-Festivals jeweils eine CD-Einspielung gewährt wird. Der amerikanische Bariton John Chest genießt mittlerweile eine glänzende Karriere, die ihn bereits zum Glyndebourne Festival und zu den BBC Proms geführt hat. In Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Pianisten Marcelo Amaral präsentiert er ‚Die schöne Magelone‘ von Johannes Brahms.

Unter der Vielzahl an Liedern, die Brahms komponiert hat, ist dies sein einziger echter Liederzyklus. Brahms kannte diese beliebten Geschichten schon seit seiner Kindheit, aber es ist Schumann zu verdanken, dass Brahms den 1797 von Ludwig Tieck herausgegebenen Roman mit dem Titel ‚Liebesgeschichte der schönen Magelone und des Grafen Peter von Provence‘ entdeckte.

Das Werk steht für die poetische, idealisierte Neuerfindung des für die deutsche Romantik so charakteristischen Mittelalters: Geschichten von Liebe, die unter einem schlechten Stern steht und die dennoch meist glücklich enden...

"Was den Hörer am meisten beeindruckt, ist die epische Dimension des Liederzyklus - es ist eine wahre Taschenoper, unterstützt durch einen Klavierpart von großer Komplexität", schreibt Timothée Picard im Booklet zu dieser Aufnahme - illustriert durch ein originelles Design von Maia Flore, einer preisgekrönten Fotografin der HSBC Foundation: Ihr poetisches Universum ist bereits in der vorhergehenden Folge der Serie zu sehen: ‚Black is the Colour‘ (Alpha 384).