So ganz genau weiß man es nicht, aber um 1640 veröffentlichte Giovanni Felice Sances (1600 – 1679) in Venedig seine Sammlung von ‚cantade‘. Die sinnliche, poetische und lebhaft-rythmische Musik rankt sich um einen von Liebesdingen handelnden Themenkreis, in dem es entsprechend um Unschuld, Begehren, Verführung, Eifersucht und Verzweiflung geht. Sances hat uns auch einige ‚amouröse Dialoge‘ hinterlassen. Es sind Mini-Opern, da geht es z.B. um Ruggiero und Angelica, die sich, um ihre Jungfräulichkeit zu bewahren, unsichtbar macht. Dabei hatte der tapfere Ritter sie gerade erst den Fängen eines Ungeheuers entrissen. Eine andere Geschichte handelt von den ungezogenen Späßen, die Tirsi und Filli miteinander treiben, weil sie um jeden Preis zusammen ‚sterben‘ wollen…

Choc Classica award Diapason Découverte award Choc Classica 2018 award

„So werden die heute leider reichlich vernachlässigten und doch so originellen Petitessen von Sances richtig spannend.“
Reinmar Emans, Fono Forum, Juni 2018