“Gemeinsam mit dem wunderbaren Saint Paul Chamber Orchestra entdecke ich gerade Schuberts Quartett „Der Tod und das Mädchen“.  Natürlich wird auch Schuberts bereits vorher entstandene gleichnamige Liedvertonung eines Gedichts von Matthias Claudius zu hören sein. In die mittelalterliche Tradition des Totentanzes gehört auch der „Toden Tanz“ des deutschen Organisten August Nörniger (1560 – 1613). Bei diesem altertümlichen Totentanz bin ich übrigens die Arme, die dazu tanzt. Schubert nutzt in seinem Lied und im langsamen Satz seines Quartetts den feierlichen Rhythmus einer Pavane. Deshalb ist auch die Pavane „Seven Teares“ von John Dowland Teil des Programms. Dass der Renaissance-Komponist (und Mörder) Gesualdo sich in seinen zahlreichen Madrigalen mit dem Tod beschäftigt, mag uns nicht verwundern. Aus seinem umfangreichen Werk spielen wir „moro lasso“ – „ich sterbe, ich Elender“. Und zwischendurch gibt es auch wieder „Ohrenputzer“ in Form von spannenden Werken moderner Komponisten wie György Kurtag und Heinz Holliger." 

Patricia Kopatchinskaja

Grammy award

„Patricia Kopatschinskaja, diese kluge, passionierte und mitreißende Grenzensprengerin unter den Geigerinnen, will ihr Publikum berühren und aufrütteln. Das demonstriert sie mit ihrer Stückauswahl, aber auch mit der Interpretation.“
Deutschlandfunk, 20.11.2016
„Die Projekt-CD über Sterben und Musik wird zum grausig-schönen Hörabenteuer.“
Süddeutsche Zeitung, 29.11.2016
„Was auf dieser CD vor allem gefangen nimmt, ist jedoch die etwas andere Version von Schuberts Streichquartett. Die vereinte Kraft des Orchesters gibt der Musik besonders in den ausdrucksstarken Passagen der ersten beiden Sätze 'Allegro' und 'Andante con moto' einen intensiven, vollen Klang.“
klassik.com, 15.12.2016