„Die Erinnerungen an meine Kindheit in Argentinien bringen mich immer wieder zum Singer-Songwriter Joan Manuel Serrat zurück, der ein Synonym für gemeinsame Momente mit der Familie ist. Serrats Poesie und Musik um ein Barbecue in Argentinien; "De vez en cuando la vida" hat mich zum Weinen gebracht, weil es Millionen von Menschen in Lateinamerika, Spanien und anderswo zum Weinen gebracht hat. . . Joan Manuel Serrat ist Teil unseres Lebens, er ist unser Jacques Brel! Oder, wenn wir uns ins 16. Jahrhundert zurückversetzen, ist er gewissermaßen unsere kleine Camerata Fiorentina, die Bewegung der italienischen Dichter und Musiker in Florenz. Serrat hat es ganz Lateinamerika und Spanien erlaubt, sich die Werke seiner Dichter wieder anzueignen. Er war auch ein Synonym für Freiheit und den Kampf gegen diktatorische Regime.

Sein Lied "Mediterraneo" ist eines der bedeutendsten Stücke seiner Karriere. Es ist fast eine Hymne, die heutzutage eine besondere Resonanz hat: "Ich bin am Mittelmeer geboren"!
Ich habe meinen guten Freund Quito Gato gebeten, diese Lieder für unser Ensemble Cappella Mediterranea zu arrangieren. Die Instrumentierung enthält typische Vertreter des 17. Jahrhunderts: Blockflöten, Zinken, Violinen, Viola da Gamba, Celli, Lauten, Harfe, Cembalo, Orgel und etwas Perkussion und Kontrabass.

Diese historischen Instrumente erlauben es uns, in die Vergangenheit zu reisen und Serrats Romanzen mit den Ensaladas von Mateo Flecha (1481-1553) - La Bomba - oder einem Stück von Francesco Valls zu vergleichen. Valls, ein Katalane, der heute vergessen ist, war einer der größten Komponisten des 17. Jahrhunderts in Spanien. Auch die Polyphonie von Guillaume Dufay oder eine Komposition von Juan Cabanilles, die an eine Bach-Passion erinnert, finden so ihren Platz. Die Xacaras, ein satirisches Genre aus dem spanischen Goldenen Zeitalter (Francisco Gómez de Quevedo, Pedro Calderón de la Barca) dialogisiert mit Serrats Werken. So wie die Música callada des katalanischen Komponisten Frederic Mompou, die hier für die Harfe transkribiert wurde." Leonardo García Alarcón

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