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Im Jahr 2019 gedenkt die Kunstwelt eines der größten Genies, das die Menschheit hervorgebracht hat: Leonardo da Vinci, Wissenschaftler, Erfinder, Maler - und Musiker, der vor 500 Jahren in Frankreich starb. „Leonardos Auseinandersetzung mit der Musik war nicht nur eine Facette, ein Partikel unter vielen anderen seiner schöpferischen Kraft, sondern ein wesentlicher Teil der Gesamtstruktur seiner wissenschaftlich-künstlerischen Energie", erklärt der Historiker Emmanuel Winternitz.

Auch das Ensemble Doulce Mémoire, das sich seit 30 Jahren der Musik der Renaissance verschrieben hat, widmet dem Andenken an Leonardo da Vinci eine CD. Gründer und Leiter, Denis Raisin Dadre, ein bedeutender Spezialist für die Musik der damaligen Zeit und ein großer Liebhaber der Bildkunst, hat ein originelles Programm entwickelt: "Anstatt nur Musik aus der Zeit Leonardos zu machen, habe ich mich an den Bildern selbst orientiert. Ich habe daran gearbeitet, was die versteckte Musik dieser Bilder sein könnte, welche Werke von ihnen vorgeschlagen werden könnten..... Er wählte etwa fünfzehn Gemälde aus, von denen sich viele heute im Louvre befinden: Die Taufe Christi, Die Felsenmadonna, Das Porträt von Isabella d'Este, Das Porträt einer unbekannten Frau (La belle ferronnière), Die Heilige Anna Selbdritt, Johannes der Täufer.... und natürlich La Gioconda – die Monalisa. Er verknüpfte sie dann mit Werken von Jacob Obrecht (1457-1505), Josquin Desprez (1450-1521) oder Hayne Van Ghizeghem (1445-1497). Man hört Tänze sowie Lieder zu Texten von Petrarca, um die Schönheit einer Frau zu loben, begleitet von der ‚lira da braccio‘, einem Instrument, das Leonardo selbst gespielt hat.

Er galt als ein sehr guter Musiker: "Leonardo sang göttlich und begleitete sich auf diesem Instrument", schrieb Vasari. Diese Aufnahme erscheint mit einem liebevoll gestalteten Buch, das Reproduktionen der Bilder von Leonardo enthält. Die teilweise sehr detaillierten Abbildungen ermöglichen einen intimen Einblick. Im Text von Denis Raisin Dadre erklärt er seine Auswahl und die Korrespondenz zwischen Malerei und Musik.