Alpha Classics und das Ensemble Intercontemporain, mit seinem neuen künstlerischen Direktor, dem Komponist und Dirigent Matthias Pintscher, setzen ihre Zusammenarbeit fort. Nach ihrer ersten Aufnahme, die Werken aus dem 20. Jh. gewidmet ist, handelt es sich bei dieser Aufnahme um Werke von Matthias Pintscher selbst. „Bereshit“ (hebräisch: am Anfang), ist ein Stück zum Thema der Göttlichen Schöpfung. Die Konstruktion des Werkes bezieht sich auf die Entstehung der Elemente aus dem Nichts bis zu ihrem endgültigen Zustand: dabei werden die Farben, die Harmonien stets neu definiert. Ebenso spirituell gehen die „Lieder aus Salomos Garten“ im „shir ha shirim“ (das Hohelied) der sinnlichen Leidenschaft auf den Grund. Die poetische Dichte des Textes wird hier auf beschwörende Art mit der immer wiederholten Phrase ‚she-cholat ahava ani‘ (so krank bin ich vor Liebe), hervorgehoben. „Treatise on the Veil“ ist der Name eines Kunstwerkes des amerikanischen Malers Cy Twombly. Pintschers gleichnamige Hommage stellt eine vierteilige Studie dar. In seiner ‚Study II for Treatise on the Veil‘ zeigt der Komponist einmal mehr sein großes Instrumentations-Talent: Er spielt mit ungewöhnlichen Kombinationen, Modulationen des Materials und der Struktur des Werkes. „Das Pariser Ensemble, 1976 von Pierre Boulez gegründet und von Anbeginn einer der wichtigsten Klangkörper für zeitgenössische Musik, ist mit Bartóks und Ligetis Klangwelten hörbar bestens vertraut. Präzision, Engagement und Souveränität machen aus den audiophilen Aufnahmen einen Leckerbissen für alle Freunde moderner Musik. Gerade bei der komplexen, mikrotonal erweiterten Musik Ligetis bewahren (und vermitteln) sie einen Überblick, den man bei anderen Produktionen öfter mal vermisst.“ (Artistxite über Alpha217)

„Matthias Pintscher komponiert wagemutig, dirigiert genau und leitet eines der aufregendsten Avantgarde-Ensembles weltweit. Verständlich, dass er demnächst erster Resident Composer der Elbphilharmonie wird.“
Werner Theurich, Spiegelonline, 11.12.2016