Als Claudio Monteverdi seinen Dienst am Hofe von Mantua antrat, bekleidete er anfangs das Amt eines Gambisten. Dieser Aspekt gerät bei der Betrachtung seiner musikalischen Persönlichkeit häufig in den Hintergrund, doch erinnert uns Claudios Bruder Giulio Cesare in einem Brief daran, dass dessen Improvisationskünste auf der viol alla bastarda wirklich bemerkenswert seien.

Die Instrumentalmusik spielte am Hof von Mantua eine wichtige Rolle. An oberster Stelle der Hofkapelle, die unter der Aufsicht von mehreren Musikerpersönlichkeiten stand, war der Virtuose Salomone Rossi, dessen vielfältige instrumentale Meisterwerke aus Mantua auf dieser CD zu hören sind. Doch auch Monteverdi war ein Meister auf dem Gebiet der Instrumentalmusik, wie man unschwer an Beispielen wie den Balletten aus „L’Orfeo“, im „Ballo delle ingrate“ oder in „Tempro la cetra“ wo die konzertante Rolle der Instrumente fundamental wichtig ist.

Mit dieser CD und mit Monteverdis unwiderstehlichem „Ballo di Mantova“, einem populären Lied, das zahllose Instrumentalarrangements erfahren hat, werden der prächtige Hof von Mantua und seine Musik wieder lebendig.

„Das Spiel des Ensembles Clematis berührt. Das klingt pathetisch, aber es trifft. Denn das sehr transparente Ensemble - gerade mal sieben Streicher, dazu Saiteninstrumente wie Theorbe, Laute und Cembalo, erzeugt zarteste Klänge - und wenn es richtig loslegt, hat das ungeheuer viel Energie.“
Susanne Pütz, hr2, 18.05.2017
„Einen faszinierenden Eindruck dieser frühbarocken Farbenpracht gibt das belgische Ensemble Clematis und der amerikanische Tenor Zachary Wilder“
Crescendo, Juni 2017