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Die 1686 uraufgeführte Oper „Armide“ war das letzte gemeinsame Werk von Lully und dem Dichter Philippe Quinault. „Armide“ erklomm umgehend das Repertoire-Podest der Opéra, das sie erst 1766 verließ, um Platz für eine neue Generation von Komponisten wie Philidor, Grétry, Gossec und bald auch Gluck zu schaffen. Einige Versuche, den alten Geschmack wiederzubeleben, erlaubten es dem Publikum noch, Werke wie „Persée“ zu hören, die 1770 wiederbelebt wurden (und in dieser Version von Hervé Niquet, ALPHA967, aufgenommen wurden). Aber diese Opern wurden grundlegend modifiziert, um die Rolle des Orchesters zu stärken und die Gesangsnummern auf die jeweiligen Sänger des Tages abzustimmen. In diesem Zusammenhang entstand die faszinierende und bislang unveröffentlichte Version von „Armide“, die seit mehr als zwei Jahrhunderten in der Bibliothèque Nationale geschlummert hatte. Die Überarbeitungen des Originals stammen von Louis-Joseph Francœur, dem Neffen des berühmten François Francœur, einem der Hofmusiker Ludwigs XV. Diese Aufnahme von „Armide“ in der 1778er Fassung, die an der Opéra Royal du Château de Versailles in Zusammenarbeit mit dem Centre de Musique Baroque de Versailles entstand, ist nicht nur die erste moderne Aufführung, sondern auch die Weltpremiere des Werkes, da die Musik damals nicht zur Aufführung kam. Dank dieser Einspielung lässt sich die Entwicklung der Ideen und Praktiken der französischen Musik über ein ganzes Jahrhundert hinweg erfassen.

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