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Aaron Pilsan ist erst 25 Jahre alt, hat aber bereits eine beachtliche Karriere vorzuweisen: ein Soloalbum, das Beethoven und Schubert gewidmet ist und ein weiteres im Duo mit dem Cellisten Kian Soltani. Der Schüler von Lars Vogt erhielt auch Unterricht bei András Schiff. Dabei stand Bach stets im Mittelpunkt ihrer gemeinsamen Arbeit. Das Wohltemperierte Klavier hat den jungen österreichische Pianisten seit seiner Kindheit fasziniert - "jene musikalische Reise, die Bach mit uns im ersten Buch unternimmt - vom scheinbar einfachen und fröhlich perfekten Akkord des berühmten Präludiums in C-Dur bis zur letzten Fuge, die von einer fast Schönberg‘schen Komplexität ist und deren Thema bereits die zwölf Halbtöne umfasst. (...) Seit ich mich für seine Musik interessiere, habe ich nie aufgehört, mich zu fragen, wie der moderne Flügel, der im Vergleich zum Cembalo einen reichen Grundton, aber ein reduziertes Volumen an Obertönen hat, beim Zuhören einen im Wesentlichen 'wohltemperierten' Eindruck erzeugen kann. (...). Aber für mich ging es nicht um die Geschichte der Instrumente, sondern um die Interpretation." 

„Pilsan bietet eine gleichsam clavichordisch zurückgenommene Lesart auf dem modernen Flügel, mit einem die Extreme vermeidenden, aber vielfältig abgestuften dynamischen Spektrum, differenzierter Tongebung und feiner Klangkultur. Die Idee, die Stücke in der Art menschlichen Sprechens zu artikulieren und zu phrasieren, verleiht der Musik eine intime menschliche Dimension und entmonumentalisiert das "Alte Testament" der Klavierkomposition. Pilsan versucht weder, den herrisch-trockenen Gestus des Cembalo noch eine quasi-orchestrale Wirkung „mit großem Ton“ zu erzeugen. Interessant ist die Übernahme der wohltemperierten Stimmung, die anders als die heute übliche gleichstufige Stimmung die Charakteristik der Tonarten weniger nivelliert. Ganz natürlich wirkt das alles und auch die unaufdringliche Tontechnik trägt dem Ansatz Pilsans Rechnung.“
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