In der Klavierwelt nimmt Alexander Lonquich einen besonderen Platz ein: Der deutsche Pianist mit Wahlheimat Italien hat eine untypische Karriere gemacht. Als Schüler von Paul Badura-Skoda wird er von vielen Dirigenten und Instrumentalisten wie Philippe Herreweghe, Nicolas Altstaedt und Christian Tetzlaff geschätzt, mit denen er regelmäßig zusammenarbeitet. Er ist sowohl mit dem modernen als auch mit dem historischen Klavier vertraut und nimmt sich die Zeit, seine Programme richtig reifen zu lassen, sie zu bearbeiten und mehrere Jahre lang zu überdenken. So war es auch bei dieser Aufnahme, die sorgfältig auf einem modernen Steinway-Klavier aufgenommen wurde. Wie Alexander Lonquichs Begleitnotizen zur CD bezeugen, hat der Künstler die Musik von Schubert vor der Aufnahme intensiv studiert, erarbeitet und ‚gelebt‘.
Das letzte Jahr in Schuberts Leben, das am 19. November 1828 endete, war - vor allem seit dem Frühjahr - von einem außerordentlichen künstlerischen Schaffensschub geprägt, der in rasantem Arbeitstempo vonstattenging. In dieser Zeit komponierte er die drei letzten Klaviersonaten und die drei Klavierstücke, die dieses Programm ausmachen.

Preis der Deutschen Schallplatten Kritik award